Mit Sicherheit und Schutz ins neue Leben / Zum Thema Sicherung von: scheuen Hunden / Angst-und Panik-Hunden / starken Jägern

Die Grenzen sind wieder offen. Das heisst auch, dass nach langer Wartezeit Hunde aus dem Ausland wieder in die Schweiz einreisen dürfen. Für viele Hunde bedeutet das in ein ganz neues Universum zu treten. Neue Menschen, neue Sprachen, neue Umgebung, neue Gerüche, alles neu und ungewohnt. All diese neuen Reize überfordern den Hund zum Teil masslos..
SICHERN SIE IHREN HUND! SEIEN SIE ACHTSAM! GEHEN SIE RUHIG UND ÜBERLEGT IN DIE NEUE BEZIEHUNG MIT IHREM NEUEN FAMILIENMITGLIED HUND.
Ein weggelaufener Hund wird nur mit sehr grossem, durchdachtem Aufwand wieder gefunden oder endet erbärmlich unter den Rädern eines Autos, gerät auf die Autobahn, unter die Eisenbahn oder verursacht einen Verkehrsunfall.
Dazu kommt, dass der Hundehalter zur Rechenschaft gezogen wird, im Falle dass sein Hund zB. einen Verkehrsunfall verursacht, Wild reisst etc. Dritte zu Schaden kommen.
Ist ein Hund einmal entlaufen, beginnt ein unheimlicher Leidensdruck für Mensch und Tier.
Das muss und darf nicht sein.

Wir wünschen allen Familien und Ihren neuen vierbeinigen Familienmitgliedern, ein stressloses, sicheres Ankommen im neuen Lebensabschnitt!

Sehr wichtig: Achten Sie auch darauf, dass Ihr Hund an der Grenze, bei der Einreise gemeldet, bzw. verzollt wird, damit er legal in der Schweiz ist und innert 10 Tagen bei Amicus und Ihrer Gemeinde angemeldet werden kann. Er kriegt vom Zoll einen Stempfel in den Impfpass.
 
Zum Thema Sicherung von :
scheuen Hunden / Angst- und Panikhunden / starken Jägern / generell allen Neuankömmlingen in einem neuen Zuhause
Für diese Gruppen von Hunden, ist eine besondere Sorgfalt bei der Sicherung erforderlich.
 
Auf der Bilddstrecke sehen Sie, wie eine korrekte Sicherung aussieht:
( Bildmaterial dazu mit freundlicher Genehmigung von: http://www.vgt-da.de )
 
Ein scheuer Hund muss kein Angsthund sein, kann aber je nach seiner Vergangenheit und seinem Charakter, durch eine für ihn total fremde Umgebung und einer Überschüttung von Reizen dazu mutieren.
 
Starke Jäger bedürfen ebenfalls einer sorgfältigen Sicherung und prof. Unterstützung beim Training.
Wenn Sie einen Hund adoptieren, der je nach dem als Strassenhund sein Futter selber jagen musste, oder durch seine Rasse oder Mischrasse einen sehr hohen Jagdtrieb aufweist, muss so ein Hund auch wenn er nicht scheu ist oder kein Angsthund ist, speziell sorgfältig gesichert werden.
Es gibt Hunde, die verlieren komplett die äussere Wahrnehmung, wenn sie den Geruch eines Hasen oder von grösserem Wild, es können aber auch Vögel sein wittern. Dies kann sehr gefährlich werden, denn solche Hunde nehmen Gefahren wie Autobahnen, Eisenbahn etc. nicht mehr wahr. Einem solchen Hund können Sie in seinem hoch erregten Zustand eine Servelat vor die Nase halten, er wird nicht darauf reagieren. Das heisst, ein starker Jäger kann sich ebenfalls sehr schnell zb aus einem Geschirr befreien, wenn es ihn dann der Jagdtrieb einmal gepackt hat.
Wir empfehlen für solche Zeitgenossen ebenfalls ein Sicherheitsgeschirr mit zweitem Bauchgurt, eine voraussehende Hundeführung und ein spezielles professionelles Training.
 
Zum Angsthund
Ein Angsthund ist kein Hund für jedermann. Man braucht viel Geduld, viel Zeit und Einfühlungsvermögen für eine verstörte Hundeseele, die versucht, sich in einem komplett anderen Universum zurecht zu finden. 
Man sollte selbst auch mit beiden Füssen sicher auf dem Boden stehen. Das Wort „Gelassenheit“ sollte im alltäglichen Leben Normalität sein
Ein weggelaufener Angsthund wird nur mit sehr grossem, durchdachtem Aufwand wieder gefunden oder endet erbärmlich unter den Rädern eines Autos, gerät auf die Autobahn, unter die Eisenbahn oder verursacht einen Verkehrsunfall.
Dazu kommt, dass der Hundehalter zur Rechenschaft gezogen wird, im Falle dass sein Hund zB. einen Verkehrsunfall verursacht, Wild reisst etc. sprich Dritte zu Schaden kommen.
Wenn Sie sich nach reiflicher und guter Überlegung entschlossen haben einem sogenannten Angst-Hund
ein Zuhause für immer zu geben, erkundigen sie sich bitte bei Fachpersonen wie Hundetrainer, Tierarzt im Vorfeld. 
Versuchen Sie bevor der Hund da ist, soviele Informationen wie möglich über den Hund zu erhalten
Suchen Sie eine Fachperson , die Sie unterstützen kann. Eine Fachperson, die sich mit dem Training für Angsthunde auskennt.Tun Sie das im Vorfeld. Schaffen Sie sich Fach-Literatur über dieses Thema an.
Fragen Sie bei der
Tierschutzorganisation auch bei einem als "scheu" bezeichneten Hund nach, wie sich das Wort „scheu“ im Verhalten des Hundes äussert.
Es werden manchmal Hunde als „scheu“ bezeichnet, die sich in einer für sie völlig fremden Umgebung dann aber  zu völlig traumatisierten Angsthunden entwickeln können. Mit dem muss man rechnen und vorbereitet sein. Das heisst aber nicht, das jeder scheue Hund zum Angsthund mutiert.
Jeder Hund ist verschieden. Aber versuchen Sie diesem  Ausdruck “scheu“ im Vorfeld auf den Grund zu gehen. Fragen Sie nach ! 
Eine gute, verantwortungsvolle und fachkundige Tierschutzorganisation wird Ihnen ganz offen und transparent antworten. Besprechen Sie die erhaltenen Antworten mit einer Fachperson und entscheiden Sie dann ob Sie sich der Aufgabe gewachsen fühlen. Adoptieren Sie einen Hund niemals aus Mitleid.
Eine gute Tierschutzorganisation übergibt Ihnen einen unsicheren, nicht so gut einschätzbaren Hund mit Sicherheitsgeschirr, das Sie sobald Sie ein eigenes Geschirr angeschafft haben wieder zurückgeben.
Achten Sie bei der Einstellung des Sicherheitsgeschirrs darauf, dass es perfekt sitzt. Das Geschirr darf vorne und hinten nicht rutschen. Achten Sie darauf, dass der vordere Gurt nicht in die Achselhöhlen einschneidet und der 2.Gurt nicht auf den hinteren Weichteilen sitzt.
Vorallem der 2.hintere Bauchgurt darf nicht herumrutschen und muss noch auf den Rippen  (so ca. 2. oder 3 - hinterste Rippe ) liegen.
Das beste Sicherheitsgeschirr unterstützt nicht, wenn es nicht perfekt sitzt!
Wir senden Ihnen gerne auf vorheriges Anfrage eine Auswahl an Sicherheits-Geschirren damit Sie sie Zuhause in Ruhe und stresslos für den Hund, anprobieren können. Falls Sie Schwierigkeiten haben bei der Anprobe ziehen Sie ihren Hundetrainer zur Unterstützung bei, den oder die Sie im Vorfeld gewählt haben.
 
Sichern Sie den Hund zusätzlich mit einer Leine am Halsband.  Eine Leine am Sicherheits-Geschirr plus eine Leine am Halsband.( Doppelsicherung )
Sie können zudem den Hund noch zusätzlich sichern, in dem Sie einen Jogging-Gurt tragen und die Leine, die am Geschirr befestigt ist dort einhaken. Den Hund führen Sie mit der Leine in der Hand zusätzlich eingehakt am Gurt.
Erschrickt der Hund und möchte in Panik nach vorne flüchten, setzen Sie sich sofort auf den Boden. Für schmutzige Kleider gibt es Waschmaschinen. Sie verhindern damit dass Sie hinfallen und sich verletzen, oder Ihnen die Leine aus der Hand gleitet. Sie haben so mehr Kraft und wirken für den Hund nicht auch noch bedrohlich. 
 
Beim Kauf der Leine achten Sie auf gutes Material. Der Karabinerhaken muss von bester Qualität sein. Ein Hund in Panik kann unheimliche  Kräfte entwickeln, denen ein billiger Karabiner nicht standhält.
Führen Sie Ihren Hund die erste Zeit  an einer Leinenlänge die nicht mehr als ca 1 - 1,2 Meter beträgt.
 
WICHTIG !!! Benutzen Sie auf keinen Fall eine Ausziehleine. Entgleitet Ihnen die Leine aus der Hand, rattert der Leinenkasten dem Hund hintennach und versetzt ihn zusätzlich in Angst und Schrecken
 
Warum am Anfang nur ca. 1 - 1,2m Leine geben ?
Sie kennen das Hebelgesetz: Je länger die Leine ist, umso mehr Kraft wird entwickelt. Sie können den Hund bei langer Leine während einer Panikattacke nicht mehr halten.
Je näher der Hund bei Ihnen ist, umso sicherer und geborgener fühlt er sich.
 
Überfordern Sie Ihren Hund nie
Gehen Sie am Anfang nur kurz vors Haus oder in den Garten, damit er sein Geschäft erledigen kann. Auch im Garten gesichert mit Sicherheitsgeschirr und Leine. Ein Zaun ist für einen Hund, der nichts wie weg will kein Hindernis.Wenn Sie merken Ihr Hund fühlt sich sicher in der Situation können Sie zum nächsten Schritt gehen und ein bisschen weiter laufen. Soweit, dass das Haus für den Hund noch sichtbar ist. Gehen Sie am Anfang immer denselben Weg. Gehen Sie Schritt für Schritt vor und passen Sie die Geschwindigkeit des Lernens Ihrem Hund, Ihrem Gefühl und Ihren Beobachtungen an.
Geht der Hund nach hinten weg versuchen Sie keinen Gegenzug zu generieren, denn wo Gegenzug ist, besteht die grosse Gefahr, dass der Hund quasi mit Ihrer Hilfe auch aus einem Sicherheitsgeschirr schlüpfen kann. Versuchen Sie dem Hund, mit der Leine fest in beiden Händen,
möglichst seitlich zu folgen! Sprechen Sie nicht dabei! Atmen Sie tief durch und konzentrieren sich darauf, dass kein Gegenzug entsteht.
Wie man auf keinen Fall reagieren darf, zeigt dieser Video :
Vergessen Sie nie, dass ein Tier in Panik unglaubliche Kräfte entwickeln kann !
 
Zuhause:
Sorgen Sie am Anfang dafür , dass Türen und Fenster geschlossen sind.
Es sind schon Hunde aus Fenstern gesprungen oder durch offene Türen entflohen und wurden nie mehr gefunden.
 
Stellen Sie sich die Situation des Hundes folgendermassen vor: Ihr Hund kommt in ein für ihn völlig neues Universum.
Je kleiner der Radius um ihn herum ist, umso sicherer fühlt er sich und umso überblickbarer ist alles für ihn.
Mit der Zeit wird er sich in seinem kleinen Radius sicher fühlen, dann können Sie den Radius Schritt für Schritt erweitern.
 
Es ist eine sehr wertvolle, sehr lern-intensive Lebenserfahrung, einem scheuen Hund, Angst oder gar Panik-Hund den Weg in ein sicheres Leben zu zeigen, ihn zu führen und ihn zu umterstützen.Sie müssen sich aber bewusst sein, dass dies viel Geduld, Zeit, Beharrlichkeit,Selbstsicherheit und Verstehen des Hunde ABC's sprich Körpersprache, gute Beobachtungsgabe, Voraussicht und Verantwortungsgefühl erfordert. Bei den einen Hunden funktioniert ein Weiterkommen relativ schnell, bei den andern kann es Monate und unter Umständen auch Jahre dauern bis sie sich im "neuen Universum" sicher bewegen können.

WICHTIG: Sicherheits-Geschirr, Leine etc. sind nur "Hilfsmittel," die verhindern helfen, dass ihr Angst/Panikhund oder starker Jäger ausbricht und dann eventuell auf der Autobahn, unter dem Zug, oder auf den Seiten -Vermisste Hunde- endet.

Bei falscher Einstellung des Geschirres, falschen Reaktionen und Körperhaltung des/der Hundeführer/in, Unachtsamkeit sind diese "Hilfsmittel" nutzlos. Der Mensch am anderen Ende der Leine muss ebenfalls wenn nicht hauptsächlich viel Einsatz leisten für eine sichere Anklimatisierung an das neue Leben des Hundes in seinem neuen Universum. Deswegen ist es sehr empfehlenswert, neben den erforderlichen "Hilfsmitteln" das sehr wichtige KnowHow zu erlernen, das auf den Charakter und die Situation Ihres Hundes und auf Ihr Lebensumfeld abgestimmt ist.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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