Warum entlaufen so viele Hunde? Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich auf einen entlaufenen Hund treffe

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Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich auf einen entlaufenen Hund treffe: s.Bildstrecke

Warum entlaufen so viele Hunde?

Regelmäßig hört und liest man von entlaufenen Hunden. Manche kommen zurück, können gesichert werden. Andere laufen in Panik tagelang, wochenlang und monatelang durch die Gegend. 

Viele sind für immer verschwunden und man erfährt nie, was aus den Hunden geworden ist. 
Leider verlieren auch viel zu viele Hunde ihr Leben, weil die Gefahr unterschätzt wurde.

Überwiegend betrifft es Hunde, die frisch vermittelt wurden, sich nicht auskennen und erst einmal verunsichert und oft auch sehr ängstlich sind. Dabei ist es egal, ob es eine Endstelle oder Pflegestelle ist, das Ergebnis ist nur zu oft „ENTLAUFEN“.
Auch Hunde von Züchtern, die neu in ihr Zuhause kommen, können natürlich entlaufen. Grundsätzlich betrifft es alle Hunde, die in eine neue Umgebung kommen, die für sie ungewohnt ist. 
Das gilt auch für Urlaubsumgebung, Hundepensionen, Hundesitter oder Besuche bei Freunden und Verwandten, wo der Hund die Gegend nicht kennt.
Seit geraumer Zeit notieren wir die Entlaufgründe, die Entlaufsituation und den Entlaufort, sowie die Todesursachen nach dem Entlaufen. 
Sie haben fast alle eins gemeinsam, eine schlechte Sicherung.

Die Gefahr wird regelmäßig unterschätzt.

Die häufigsten Vermisstenmeldungen lauten wie folgt:
Hilfe mein Hund ist entlaufen:
• Er ist aus der Haustür entwischt, vom Balkon / Terrasse oder sogar aus dem Fenster gesprungen.
• Er ist über den Zaun gesprungen, hat sich unter dem Zaun durchgegraben, eine Lücke im Zaun gefunden.
• Er ist aus dem Geschirr / Halsband geschlüpft.
• Er ist aus dem Kofferraum gesprungen.
• Mir ist die Leine heruntergefallen (deshalb dringend am Körper befestigen wie z. B. an einem Gürtel/Bauchgurt).
• Er hat sich am Stromzaun erschreckt.
• Er hat sich durch das Gewitter erschreckt.
• Er geriet durch ein Feuerwerk in Panik (auch im Sommer bei Festen und nicht nur an Silvester).
• Ein anderer Hund hat ihn gebissen.
• Ein Fahrrad / Skatebord / Mofa / Pferd usw. hat ihn erschreckt.
• Er hat sich durch eine Sirene / Knall erschreckt
• Er ist beim Hundesitter / Pension entlaufen.
• Er ist beim Tierarzt entlaufen.
• Er hat sich die Tür aufgemacht.
• Er ist bei der Übergabe entlaufen.
• Er ist einem Hasen oder Reh nachgerannt.
• Er ist von einem Auto angefahren worden.
• Er ist vorm Geschäft angebunden und gestohlen worden

So in etwa lesen sich die meisten Vermisstenmeldungen.

Kann ein Hund gesichert werden oder er kommt von allein zurück, ist der Jubelschrei groß und es gibt Herzchen und Glückwünsche. Aber immer öfter und in immer größerer Zahl kommt der Text „Der Himmel hat wieder einen neuen Stern“ „Leider hat es der Hund nicht geschafft“ „R.I.P.“ „Wir wünschen der Familie viel Kraft und alles Gute“. 

Genau bei diesen Sätzen werden Menschen, die sich mit Tiersicherung beschäftigen nicht selten wütend, weil sie es wieder hilflos mit ansehen mussten.

Denn, sehr viele Fälle hätten verhindert werden können, wenn man gerade bei den o. g. Situationen besser aufgepasst hätte und der Hund richtig gesichert worden wäre.
Die häufigsten Todesursachen sind Autos, dicht gefolgt von Zügen, ertrinken, vergiftet, erschossen, erschlagen, plötzlich verschwunden beim Gassi gehen und im Winter, leider recht häufig, ins Eis eingebrochen und nicht mehr aufgetaucht. Häufig bekommt man auch nicht mit, wie die Hunde zu Tode gekommen sind, dann steht z. B. bei Tasso „Suche beendet, der Hund XY ist leider verstorben“. 

Hunde die entlaufen, legen auch sehr große Strecken zurück. Es ist hier sinnvoll, die weitere Umgebung zu informieren und Netzwerke z.B. in Facebook zu nutzen. Manche verstecken sich auch Monate lang.

Bei so vielen Sternen am Himmel müsste es taghell sein in den Nächten, denn die Zahlen sinken trotz aller Aufklärungen leider nicht. Grund: Die Hunde werden regelmäßig „UNTERSCHÄTZT“.

Die Fehleinschätzung fängt schon bei der Vermittlung an. 
Nicht selten werden Hunde nur anhand von Bildern ausgesucht. Die Beschreibungen der Tiere passen teilweise gar nicht zum Hund. 
Wie auch, wenn man selbst kaum etwas über die Tiere weiß und z. B. direkt aus Tötungsstationen vermittelt. Sehr oft steht in der Beschreibung „Hund für ALLE (Jedermann)“ geeignet. Hier will man ja den Interessenten nicht abschrecken, aber Jedermann bedeutet universal. Also auch ein Paniker in eine Großstadt in den 5ten Stock an Hundeunerfahrene mit Anfang 20. 
Das kann so nicht richtig sein.

Ist die Beschreibung korrekt und die Aufklärung gut, entscheidet sich der Adoptant vielleicht aus Mitleid und ist überzeugt von der Vorstellung, das schon hin zu bekommen – so schlimm wird es schon nicht werden. Das kann funktionieren, aber oft auch eben nicht. 

Es gibt viele Hunde auf erfahrenen Pflegestellen / Tierheimen, dort kann man sich mal umsehen und auch schon gleich mehr über den in Frage kommenden Hund erfahren. 
Wenn es passt, dann hat der Hund sich bereits an der neuen Umgebung Deutschland orientiert. Er ist oftmals schon stubenrein, hat seine ersten Erfahrungen sammeln können und Alltagsgeräusche sind ihm nicht mehr völlig fremd. Als Interessent kann man in Ruhe den Hund kennen lernen und eine Beziehung aufbauen z. B. durch wiederholte Besuche und Gassigänge. Nach einer erfolgreichen Vermittlung steht außerdem wieder ein Platz für eine andere arme Seele zur Verfügung.

Als Vermittler könnte man das Internet bemühen und via Satellitenbild vorab schauen, wer wo wohnt und sich für welchen Hund interessiert. Denn dann würden so manche Panikhunde vielleicht nicht in der Großstadt landen, wo sie genau gegenüber vom Wohnhaus, wie neulich in Wuppertal passiert, vom Zug überfahren werden. 

Man kann nicht einen Hund mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt in eine Familie mit kleinen Kindern geben und sich dann wundern, wenn der Hund ein anderes Kind knappt, nur weil er bei einer kleinen Rauferei unter Kindern das Kind der Familie beschützen möchte. 

Auch sind Kinder Kinder und achten nicht immer darauf, eine Tür auch wieder zu schließen. Manchen fehlt das Verständnis für die Ruhezone oder Signale des Hundes, was den Hund motivieren kann, eine Gelegenheit zu nutzen.

Auch wenn der Ort wo die Hunde leben nicht sehr schön sein mag (Tierheim / Shelter), ist er dennoch die gewohnte Umgebung und das was die Hunde kennen.
Sie können sich komplett anders verhalten, wenn sie dann im neuen Zuhause / Pflegestelle ankommen. Viele Hunde kennen nichts außer Zwinger / Shelter, Straßen, Gewalt und Überlebenskampf und sind maximal überfordert mit der neuen Situation.

Manche Hunde hatten auch eine private Unterbringung bis zur Vermittlung und waren dort lieb, zutraulich und freundlich. Dennoch sind sie hier entlaufen, da unterschätzt wurde, dass für die Hunde es immer etwas Neues ist, egal ob sie vom Tierheim, der Pflegestelle oder Züchter kommen. 
Bei jedem Umzug braucht es eine Eingewöhnungszeit und dann sollten alle Hunde gut gesichert sein. 
Gerade ganz besonders in der ersten Zeit und damit sind ein paar Wochen gemeint und nicht nur wenige Tage. 
Eigentlich sollten alle Hunde, die in ein neues Zuhause oder auf Pflegestellen kommen, egal wie lieb und zutraulich sie sind, mit Sicherheitsgeschirren, doppelten Leinen und Bauchgurt samt Transportbox an die neuen Halter übergeben werden. 

Viele Hunde schafften es nicht einmal bis ins neue Zuhause, sie entliefen an der Raststätte, auf einem Parkplatz, weil man sie mal schnuppern, trinken und ihr Geschäft verrichten lassen wollte. 
Täglich hört man in den Radios, Achtung, ein Hund - oder sogar mehrere Hunde - auf der Fahrbahn.
Das kann verhindert werden mit einer korrekten Sicherung des Hundes.

Viele Hunde gelten als „Langzeitvermisst“. Man weiß einfach nicht, was aus ihnen geworden ist. Wahrscheinlich sind die meisten Langzeitvermissten inzwischen auch Sterne am Himmel. So ganz nach dem Motto aus den Augen aus dem Sinn. Weiter geht’s, es gibt ja noch so viele, die auf ein „neues Zuhause“ hoffen. Wären das Kinder, wäre das Geschrei riesengroß!

Liebe Hundehalter, nehmt bitte die Warnungen ernst. 

Erkundigt Euch bei Bekannten / Tierschutzvereinen / Internet, was zu beachten ist, wenn ein neuer Hund in sein Zuhause kommt. Es gibt sehr viele Seiten und Gruppen die beraten können. Besorgt die notwendigen Gegenstände wie Sicherheitsgeschirr, Bauchgurt, GPS-Tracker, Leinen und Transportbox vor der Ankunft des Hundes oder leiht euch etwas aus. Nur bringt euren neuen Mitbewohner sicher in sein neues Zuhause ohne Zwischenstopp. Tragt ihn in einen geschlossenen Raum und erst dann die Tür der Box öffnen. Versichert Euch vorher, dass alles (Türen und Fenster) gut verriegelt ist.

... und weitere sehr wichtige Infos zu diesem Thema finden Sie hier:

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zB:Was man bei der Hundesicherung eines entlaufenenen Hundes besser lassen sollte

Ungeeignete Maßnahme Grund
Mit der Leine 
auf den Hund zu laufen
Hunde können direkt vor einer Autobahn stehen und Menschen meinen mit der Leine in der Hand direkt auf ihn zulaufen zu müssen. Der Hund weicht der Bedrohung aus und flüchtet auf die Autobahn. Eine schaukelnde Leine am Menschen erhöt stark die Aufmerksamkeit des Hundes auf die auf ihn zu kommende Bedrohung, gerade wenn der Hund ohnehin Allem und Jedem misstraut.
Grundsätzlich hat ein Hund einen Schutzradius. Betritt man diesen Kreis, wird er fliehen. Bei manchen sind das 2m bei anderen 50m. Grundsätzlich gilt, läuft der Hund weg, nicht hinterher laufen. Handy raus, Bilder/Video machen.
Eine Annäherung erfolgt sowieso immer von der Seite und aus der Richtung, die den Hund von der Gefahrenquelle wegbewegen würde. Optimalerweise geht dabei der Hund auf den Menschen zu, was bei einem scheuen Vertreter eine Ausnahme sein dürfte.
Sedierung über Futterköder Der Hund der draußen ist, kann nur vom Gewicht geschätzt werden. Die Menge Narkotika muss vom Hund aufgenommen werden um voll zu wirken. Der Hund kann zu jeder Zeit das Futter fressen und sich benebelt in die Umgebung zurückziehen, Abhänge herunterfallen, in einem Bach oder einer Pfütze ertrinken, auf eine Straße laufen oder sich einfach nur verstecken.
Die Menge Narkotika für einen großen Hund tötet Nachbars Katze oder einen kleinen Gassigängerhund.
Gegenmaßnahmen bei Unverträglichkeit sind nicht möglich.
Einsatz von Drohnen 
mit Wärmebildkamera
Ein Hund ist kein Rehkitz. Dies bleibt bei Gefahr wie ein Stein liegen und kann eingesammelt werden. Hat ein Hund ein Versteck gefunden, hat er dort Sicherheit und es ist eine von 3 Voraussetzungen, die den Hund am Weiterziehen hindert. Eine Drohne mit Wärmebildkamera ist selten ein richtiges Profigerät. Die Auflösungen der Hobbydrohnen sind eher als schlecht einzustufen und scheitern bereits bei niedriger Bewaldung. Gerade im Sommer muss vor Sonnenaufgang geflogen werden, um Temperaturunterschiede überhaupt wahr nehmen zu können. Die Drohne macht sehr viel Lärm und stellt für den Hund in seinem Ruheplatz eine Bedrohung aus einer Richtung dar, die er bisher nicht überwachen musste. Die Akkukapazität liegt bei 25 Minuten im Sommer und deutlich weniger im Kalten. Dann muss die Drohne landen und der Akku getauscht werden. In der Zeit kann der Hund in den bereits abgesuchten Bereich wechseln, wenn er nicht gänzlich in Panik verfällt, wegen dem lauten, unheimlichen Objekt am Himmel. 
Für Drohnen müssen Genehmigungen vorliegen. Ein Naturschutzgebiet, die Nähe zu Bahnanlagen und Windrädern schließen einen Einsatz von Gesetzes wegen ohnehin aus.
Futter in Bäume hängen Futter in Bäumen aufgehängt ist sinnlos. Ist der Hund in einem Zustand, wo er sich verfolgt und bedroht fühlt, interessiert er sich nicht für Dinge, die vielleicht einen guten Geruch abgeben, aber eben nicht auf die Schnelle erreichbar sind.
Befindet sich das Futter in Plastikfolie reduziert es darüber hinaus auch den Geruch.
Futter verstreuen Der Hund gewinnt Vertrauen zu einer Futterstelle dadurch, dass er schnell hin, seinen Hunger bekämpft und schnell wieder weg kann. Futter an einer Futterstelle verteilt überall auf dem Boden ist ein zeitaufwendiges Suchspiel, was das Unbehagen erhöht mit jeder Minute die dafür verwendet wird. Es ist ineffektiv gegen den Hunger. Die Gefahr, dass der Hund sich einen neuen, geeigneteren Futterplatz sucht, wächst.
Trockenfutter kann schädlich für Waldbewohner sein. 
Mehrere Futterstellen sind sinnvoll, wenn ein Hund gebremst werden muss. 
Hat er eine Stelle angenommen, sind andere Futterstellen aufzulösen.
Hund ohne Halsband oder Geschirr einfangen Ist ein Hund ohne Halsband oder Geschirr unterwegs, kann man ihn nicht festhalten. Ein Einfangversuch dieser Art verringert nur das Vertrauen zu Menschen, die mit Futter in der Hand am Ende doch auf ihn drauf stürzen. Die Chance, den Hund wirklich schmerzfrei festhalten zu können ist sehr gering. 
Auch sollte bedacht werden, dass der Hund in Panik um sich beißen kann. Hier kann höchstens versucht werden, ihn mit freundlichen Worten und/oder Futter in einen absperrbaren Bereich zu locken. 
Im Befehlston den Hund anschreien und im Stechschritt auf ihn zu gehen Hunde die draußen sind, haben mit einem hohen Reiz an neuen Einflüssen umzugehen. Dies macht ihnen Angst. Ein Auslandshund, der gleich nach der Ankunft entlaufen ist, kennt oft gar nichts. Eine lange Autofahrt liegt meist hinter ihnen, wo letztlich alle paar Minuten angehalten und ein Nachbar aus seinem Käfig winselnd herausgezerrt wird. Alle Gerüche sind anders, es ist meist dicht bebaut und stark befahren. Das bedeutet Lärm, Gestank und viel Bewegung. Das alles muss bewertet werden und wird meist, wegen Überforderung, mit Flucht quittiert. 
In diese Situation einen Befehlston zu geben, löst die Angst nicht auf. Es wird auch keinen Schockzustand hervorrufen, weil der Hund die Möglichkeit zur Flucht hat. Es wird den Hund nur noch mehr ängstigen und es wird schwieriger dadurch sein Vertrauen zu gewinnen. 
Auffällig oft überschätzen männliche Vertreter potentiell Helfender hier ihre Fähigkeiten.
Seinen eigenen Hund mit geöffnetem Kofferraum durchs Dorf fahren und hoffen, dass der gesuchte einfach dazu springt Dies gefährdet nicht nur den eigenen Hund, sondern ist auch eher eine Maßnahme den Hund zu verscheuchen. Der Hund wird nur das Auto wahrnehmen, das ihn verfolgt. Darüber hinaus interessiert die meisten Hunde auf der Flucht ein Schlafplatz, Futter und Wasser. Da kann ein LKW mit 20 Hunden auf der Ladefläche kommen und er wird nicht einfach dazu springen. Abgesehen davon, wenn der Hund im Auto wäre, wie ist man schnell genug angehalten, ausgestiegen und hat den Kofferraum zu? Der Hund bleibt sicher nicht im Kofferraum sitzen und wartet, bis die Tür geschlossen ist.
Überall Futterstellen einrichten Eine Futterstelle ist sinnvoll um den Hund in einem Gebiet zu halten. Hat man keine oder wenig Sichtungen kann man strategisch günstige Plätze wählen und mit anfangs merheren (bis vielen, wenn der Hund gestoppt werden muss) Futterstellen arbeiten. Wird eine Angenommen sollten umgehend die anderen aufgelöst werden. Diese eine sollte man entweder mit größter Regelmäßigkeit bestücken oder gleich eine Falle aufbauen. Die Hauptmotivation für den Hund in eine Falle zu gehen, ist Hunger. Sind in der Umgebung andere Futterstellen bestückt, dann sucht er sich diese Alternativen und bleibt von der Falle weg.
Finderlohn ausloben  Natürlich möchte man alles dransetzen um seinen Hund wieder zu bekommen. Der Gedanke Finderlohn kann die Mühe von Jemandem entschädigen, die er aufgebracht hat, um den Hund zu sichern. 
Finderlohn ist allerdings eher Kontrproduktiv, da es Individuen animiert, wegen des Geldes los zu ziehen. Auch der Jenige, der am kalten Wintertag lieber vor der Heizung auf der Couch gesessen hätte, überlegt sich hier vielleicht doch mal raus zu gehen und zu sehen, ob er den Hund nicht fangen kann. Da wird schnell Geld die Motivation zu helfen und der Hund bleibt dabei auf der Strecke.
Kopflos agieren, 
nicht überlegen
Ob eine Maßnahme sinnvoll ist oder nicht, sollte durch eigenes überlegen ständig hinterfragt werden. Jeder Hund ist anders. Einen Erfolgsleitfaden gibt es nicht. Manchmal führt das hinterherhetzen mit dem Fahrrad dazu, dass der Hund völlig fertig in eine Sackgasse läuft und man ihn einsammeln kann. Manchmal führt genau das geradewegs vor ein Auto oder einen Zug. 
Auch ist das verabreden zu großen Suchtrupps eher kontraproduktiv. Es kann helfen um einen Hund aufzuspüren, jedoch sollte bei einer Sichtung der Hundes sofort die Bremse rein. Nur eine, dem Hund vertaute Person, kann ihn vielleicht sichern. Ein Fremder macht die Situation oft schlimmer, auch wenn er nur helfen will.

 

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